Tradition – gestern-heute-morgen

GKS / Akademie / 30.09-02.10.2018 / Bensberg

Bericht zur 16. GKS-Akademie Oberst Helmut Korn vom 30.9.-2.10.2018

„Tradition ist ein flüchtiges Gut, man kann es nicht einfangen, es lebt! Es will bekümmert werden, immer aufs Neue bewertet. Was ist es wert, die Zeit zu überdauern? Was wird die nächste Bewertung nicht überstehen? Was sind zeitlose, dauerhafte Werte? Gibt es diese überhaupt?“ mit diesen Worten schloss der Bundesvorsitzende der GKS, Oberst Rüdiger Attermeyer, nachdenklich die Akademietage. 

AK Korn 2018 Klein wz

Von Sonntagnachmittag bis Dienstagmittag trafen sich 57 Soldatinnen und Soldaten aller Dienstgrade unter Leitung des Akademieleiters Oberst a.D. Karl-Jürgen Klein zur 16. GKS-Akademie Oberst Helmut Korn im Kardinal Schulte Haus in Bensberg. Angesichts der Diskussionen über Rituale, Traditionen, traditionsbildenden Faktoren für die Bundeswehr und vor dem Hintergrund des Traditionserlass der Bundeswehr luden die Veranstalter dazu ein, dieses hochaktuelle und „brandheiße“ Thema einmal außerhalb des Berufsalltags und intensiv von verschiedenen Standpunkten und unter sehr unterschiedlichen Gesichtspunkten zu beleuchten.
Geschichte – Tradition – Werte (GTW): Eine Einführung

AK Korn 2018 Gen Dr.Ing.Rieks wz

Der stellvertretende Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Dr. Ansgar Rieks, übernahm als Schirmherr die Aufgabe, ins Thema einzuführen und zugleich die Bandbreite des Themas und seine Bedeutung für alle wesentlichen Gesellschaftsbereiche zu erschließen. Da Tradition und der Umgang mit ihr immer auch die eigenen Geschichte, die eigene Wertebasis und die eigenen Haltung widerspiegelt, war auch sein Vortrag stark durch seine persönlichen Überlegungen und Stellungnahmen geprägt. Fahnenjunker Thies Höpfner ergänzte die Ausführungen des Generalleutnants durch einen sehr persönlichen Blick auf die Entwicklung und Ausprägung seines eigenen Traditions- und Werteverständnisses. Damit waren an dieser Stelle zwei Generationen zu Wort gekommen.

Die katholische Kirche – unterwegs mit Tradition und Traditionen

AK Korn 2018 Klein Schaller wz

„Am Anfang war das Wort“ – mit diesem Bibelzitat leitete Militärdekan Bernd F. Schaller, der Geistlicher Beirat der GKS auf Bundesebene ist, seinen Vortrag über die Tradition der Kirche ein. Fundiert wies er die Entwicklungslinien der Tradition der Kirche über die Jahrhunderte und ihre Bedeutung innerhalb der Kirche auf. Aber längst nicht jede auch jahrhundertealte „Gepflogenheit“ ist Tradition in diesem Sinne, sondern im Leben einer Gemeinschaft und damit auch der Kirche bildet sich eine Vielzahl an Traditionen heraus, die das Leben der Gemeinschaft prägen, aber nicht konstitutiv, also unabdingbar, sinnstiftend, unverzichtbar für sie sind. Die Unterscheidung zwischen Tradition und Traditionen ist oft schwierig, aber notwendig, um Kirche als „semper reformanda“ (in ständiger Entwicklung) zu verstehen und damit als eine Kirche zu erleben, die in der Zeit steht und in gutem Sinne mit ihr geht.

Tradition in der Bundeswehr

AK Korn 2018 Prof.Dr.Heinemann wz

Als Militärhistoriker begann Oberst a.D. Prof. Dr. Winfried Heinemann seinen Vortrag mit einem Blick in die Gründungsgeschichte der Bundeswehr, der stark geprägt war davon, dass diese Bundeswehr als Parlamentsarmee und fest verankert in einem demokratischen Staatsgefüge zum größten Teil mit dem Personal der ehemaligen Wehrmacht aufgebaut werden musste und auch wurde. Die Bundeswehr ringt heute um eine Tradition für sich, die Teil ihres Selbstverständnisses ist und die auch auf ihrer eigenen Geschichte basiert. In seinem Vortrag ging Prof. Heinemann der Frage nach, welche Maßstäbe heute an Personen und Geschehnisse aus der Geschichte angelegt werden und was dies für die traditionsstiftende Wirkung dieser Personen und Ereignisse für die Tradition der Bundeswehr bedeutet.

Auslandseinsätze und Tradition – Auslandseinsätze als identitätsstiftende Erfahrung

AK Korn 2018 Dr. A.Seifert wz

Die Bundeswehr ist heute eine Einsatzarmee. Die damit verbundenen Erlebnisse gehen nicht spurlos an den Soldatinnen und Soldaten vorüber, aber auch nicht an der Bundeswehr als Institution und werden zunehmend Bestandteil ihrer gewachsenen Tradition. Notwendig sind überzeugende Kommunikations- und Ausdruckformen nach innen und außen, um diese Erfahrungen auch symbolisch in den eigenen Lebensalltag zu integrieren und für die Gesellschaft „begreifbar“ zu machen. Wie können solche Traditionen, Rituale und Symbole aussehen? – Dieser Frage ging Frau Dr. Anja Seiffert anhand ihrer Forschungsergebnisse aus der Begleitung des 22. AFG-Kontingents nach.

Werteordnung des Grundgesetzes und Wertewandel

AK Korn 2018 Klein Sternberg wz

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Prof. DDr. Thomas Sternberg, begann seinen Vortrag mit den ersten 10 Artikeln des Grundgesetzes, mit denen die wesentlichen Grundpfeiler unserer Staats- und Gesellschaftsordnung festgelegt werden. Bei genauerem Hinsehen wird allerdings deutlich, dass die dabei verwendeten Begrifflichkeiten zum Teil erheblichen Wandlungen im Verständnis unterliegen. Mit dem Wandel der Begrifflichkeit geht dann oftmals eine Auslegungsänderung durch das Bundesverfassungsgericht einher, denn den durch den Staat zu garantierenden und zu schützenden Grundrechten liegen Grundwerte zugrunde. Diese Grundwerte sind nicht starr oder objektiv fest- oder vorgeschrieben, sondern sie unterliegen dem gesellschaftlichen Wandel. Sie brauchen eine Quelle in der sie gründen und aus der heraus sie mit Inhalt gefüllt werden. Diese Quellen können in einem freiheitlichen, pluralen Staat sehr verschieden sein (Religion, Humanismus, politische Grundüberzeugung). Entscheidend ist, dass diese Quellen vorhanden sind. Hier besteht die große gesellschaftliche Aufgabe des Christentums, sich immer wieder kompetent und überzeugend als eine solche Quelle darzustellen.
Die Akademie wurde abgerundet durch eine Exkursion zum Altenberger Dom und zum Jugendhaus Altenberg. Hier konnten die Teilnehmenden erfahren, wie lebendig hunderte Jahre alte Tradition sein kann und wie aus ihr heraus neue, zeitgemäße sinnstiftende Projekte erwachsen können.
Ausgestattet mit vielen Gedankenanstößen und Anregungen verließen die Teilnehmenden Bensberg, nicht ohne den Hinweis, dass die nächste Akademie vom 20.-23.9.2020 im Exerzitienhaus Himmelpforten in Würzburg stattfinden wird.

Text: Regina Bomke

Bilder: HTHB

Antrag auf Namenserweiterung
– Die Delegierten haben entschieden

GKS / Bundeskonferenz / 28.09.2018

Die 42 Delegierten der diesjährigen Bundeskonferenz im Kardinal Schulte Haus in Bensberg haben mit 33 zu 6 Stimmen beschlossen, den Namen der Gemeinschaft Katholischer Soldaten nicht um den Begriff „Soldatinnen“ zu erweitern. „Gleichberechtigung ist bereits gelebte Praxis in der Bundeswehr“, sagte Oberstleutnant Marian Schiebilski vom Sachausschuss Kommunikation in der Diskussion. Der Begriff Soldat ist ein geschlechtsneutraler Gattungsbegriff, in dem sich die Soldatinnen bereits abgebildet fühlten.

Oberst Rüdiger Attermeyer, der Bundesvorsitzende der GKS, hat sich nach der Bekanntgabe des Ergebnisses bei allen Beteiligten bedankt, die sich in die Diskussion eingebracht haben. Der Bundesvorstand hat sich im Vorfeld dazu entschieden, keine Beschlussempfehlung abzugeben, da es sich um eine Frage handelt, die nur vom obersten Beschlussgremium der Gemeinschaft entschieden werden kann.

Bundesvorstand gründete zuvor Arbeitsgemeinschaft

2017 wurde im Rahmen der Neugestaltung des Corporate Design beantragt, dass der Name der Gemeinschaft um den Begriff der „Soldatinnen“ zu ergänzen sei. Die Frage wurde in den unterschiedlichsten Gremien und Zusammenkünften in den letzten Monaten intensiv diskutiert. Dazu hat der Bundesvorstand eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Oberst a.D. Joseph Schmidhofer gegründet, die sich mit den Für und Widers einer Namenserweiterung befasst hat. Die durch die Arbeitsgemeinschaft zusammengetragenen Argumente wurden zu einer Präsentation zusammenstellt, die als Grundlage der Diskussionen in Kreisen, Bereichen und Sachausschüssen diente. In der AG waren Vertreter/innen sowohl aus dem Kreis der Befürworter als auch der Gegner der Namensergänzung. Zu ihnen gehörten Stabsfeldwebel Walburga Magdolen (Antragsstellerin), Major Dominique Kuntz, Stabsunteroffizier Michaela Sutter, Oberstleutnant a.D. Paul Schulz, Oberstabsfeldwebel a.D. Joachim Lensch.

Text: Nadin Schley

Herrn GenMaj Josef Blotz das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen

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Bild:  PIZ SKB / R. Alpers

Am 4. Juli 2018 wurde Herrn GenMaj Josef Blotz das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Ehrung nahm GenLt Schelleis, der Inspekteur der Streitkräftebasis, im Beisein der Familie Blotz vor. Die Auszeichnung wurde im Jahr 2017 durch den Souveränen Malteserorden initiiert und durch die GKS mitgetragen.

GenMaj Blotz ist der GKS in ihren Zielen seit den 80er Jahren eng verbunden. Von 2003 an führte er über drei Berufungsperioden den Sachausschuss „Sicherheit und Frieden“, der sich im Kern mit den ethischen Fragestellungen des Soldatenberufes auseinandersetzt. Dabei war er nicht nur aktiver Mitarbeiter, sondern stets Leitfigur, die zur eigenen Auseinandersetzung mit den substanziellen Fragen des Berufes herausfordert. Nachdem er die Leitung des Sachausschusses im Jahr 2009 aus dienstlichen Gründen abgegeben hat, blieb er als Mitglied im Ausschuss bis auf den heutigen Tag unverändert engagiert in der Sache.
Seine herausgehobenen dienstlichen Verwendungen machten dieses Engagement stets zur persönlichen Herausforderung für ihn selbst, waren aber aus Sicht des Verbandes eine besondere Chance, da nur durch seine engagierte Mitarbeit die dienstlichen Perspektiven auf seiner jeweiligen Ebene in die eigenen ethischen Bewertungen der GKS einbezogen werden konnten. Als Beispiele seien hier die beiden längeren Auslandseinsätze in Afghanistan sowie die Verwendung im HQ NATO genannt. Ein solcher Erfahrungshintergrund in einer Person vereint ist selten und in Kombination mit dem christlich geprägten Menschenbild eine einzigartige Inspirationsquelle, die die persönliche Auseinandersetzung jedes einzelnen Mitgliedes unvergleichlich anregt.
Den Herausforderungen aus dem Dilemma, dienstliche Erfordernisse und individuelle Verantwortung in der eigenen Person zu vereinen, hat sich GenMaj Blotz stets mit Herz und Verstand selbst gestellt und seine Erfahrungen darüber hinaus in Vorträgen und Aufsätzen für andere begreifbar gemacht. Damit hat er die Sacharbeit der GKS in diesem Bereich auf eine qualitativ neue, hochwertige Basis gestellt.
Für dieses Engagement in der Sache sind wir dankbar und gratulieren ganz herzlich zum verliehenen Orden.

Rüdiger Attermeyer, Oberst

Bundesvorsitzender der GKS
 

Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum und Vergelt‘s Gott

für die Unterstützung unserer Gemeinschaft.

Bei bestem Wetter und eingebettet in einer wunderschönen ländlichen Idylle feierte der ehemalige Militärgeneralvikar Prälat Walter Wakenhut (direkter Vorgänger von Militärgeneralvikar Monsignore Reinhold Bartmann) am 30. Juni 2018 sein Goldenes Priesterjubiläum in Arget, einem Ortsteil der Gemeinde Sauerlach. Unter Konzelebration zahlreicher Geistlicher wurde der Festgottesdienst von Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Katholischer Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr) zelebriert,
Bericht von Arget KS Josef König2 w
der es mit seiner äußerst sympathischen und aufgeschlossenen Art verstand, den Anwesenden durch die eine oder andere Anekdote, welche sich primär um das Thema Hören und Verstehen in Verbindung mit dem bayerischen Dialekt drehte, ein herzliches Lachen zu entlocken, was der dem Ereignis geschuldeten Ernsthaftigkeit sicherlich auch keineswegs schadete. Im Anschluss folgten dann die Grußworte des Vorsitzenden des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Herrn Joachim Unterländer (MdL), des Militärgeneralvikars Monsignore Reinhold Bartmann, der Ersten Bürgermeisterin der Gemeinde Sauerlach, Frau Barbara Bogner, des Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates Sankt Michael in Arget, Herrn Klaus-Dieter Joos, des für dieses Ereignis auserkorenen Sprechers der Vereine/Verbände/Zusammenschlüsse, Herrn Otto Wiedl sowie des Vorsitzenden des Katholikenrates beim Katholischen Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr, Oberstleutnant Gereon Gräf, der sich im Namen des Laienapostolates (Rat und Verband) für das Engagement von Prälat Walter Wakenhut, insbesondere für seine wegweisende Begleitung bei der Erarbeitung und der Überführung der Zentralen Dienstvorschrift 10/4 (Lebenskundlicher Unterricht) in die Zentralrichtlinie A2-2530/0-0-1 bedankte. Untermauert wurde dieser Dank dann auch noch einmal explizit von der Gemeinschaft Katholischer Soldaten, deren stellvertretender Bundesvorsitzender, Oberstabsfeldwebel Christian Madl, die Grüße des Bundesvorsitzenden des Verbandes, Oberst Rüdiger Attermeyer, überbrachte und den Jubilar mit kulinarischen Schmankerl aus dem Bistum Passau, dem Bistum, in welchem Prälat Walter Wakenhut vor 50 Jahren zum Priester geweiht wurde, beschenkte.
Bericht von Arget KS Josef König3 w
Getragen wurde die ganze Feier, die, wie übrigens auch der Festgottesdienst, im dortigen Garnerstadel stattfand, von der Freiwilligen Feuerwehr Arget, über den Schützenverein, den Trachtenverein Mesnerbergler Arget, den Veteranen- und Kriegerverein Arget, den Sportverein Arget e. V., den Argeter Alphornbläsern, der Blaskapelle Arget bis hin zu den Argeter Goldkehlchen und zum Männerchor Arget-Sauerlach e.V., deren Mitglieder und Unterstützerinnen sowie Unterstützer in beispielgebender Weise präsentierten, zu welchen Leistungen die Menschen einer funktionierenden und harmonierenden Dorfgemeinschaft in der Lage sind, wenn es darum geht, einem geschätzten Jubilar – einem der ihrigen – für sein Einbringen und sein Wirken, insbesondere als Seelsorger, sicherlich aber auch als weltlicher Teil einer Gemeinschaft, eben als ihr Walter, zu danken.
Bericht von Arget KS Josef König1 w
 
Text: Hauptmann Stefan Nüßle, Vorsitzender GKS-Kreis München
Bildrechte: KS/Josef König
 

Suche Frieden!
– Die GKS auf dem 101. Katholikentag in Münster

Stand auf der Kirchenmeile

Vom 9.-13. Mai 2018 nahmen wir am 101. Katholikentag in Münster teil.
Traditionell präsentierten wir unsere Arbeit mit einem Stand unter den Verbänden auf der Kirchenmeile. Täglich von 10 bis 18 Uhr standen wir dort den vielen Besucherinnen und Besuchern unter unserem Standmotto: „Beherzt für den Frieden“ Rede und Antwort. „Haben Sie schon einmal auf jemanden geschossen?“ – fragte eine Jugendliche und es war ihr anzusehen, dass sie all ihren Mut zusammennahm, um diese Frage zu stellen. Das „Nein“, mit dem die Antwort begann, erleichterte sie und der Nachsatz: „aber es könnten Situationen kommen, in denen ich es tun müsste und auch tun würde“ wurde zum Ausgangspunkt eines langen, intensiven und sehr ehrlichen  Gesprächs. Lange, intensive, ehrliche Gespräche waren für uns überhaupt das Markenzeichen dieses Katholikentages. Die Menschen suchten das Gespräch, waren sehr daran interessiert, die Sicht von Soldatinnen und Soldaten kennenzulernen und zu verstehen, wie sie ihren Dienst mit ihrem Glauben vereinbaren können. Viele kamen, manche mit einer klaren Meinung, die allermeisten mit großer Offenheit und an einem ehrlichen Austausch interessiert. – Da machte es Freude, Rede und Antwort zu stehen und sich und die eigene Haltung zur Diskussion zu stellen.


Katholikentag 2018 BundespräsidentHoher Besuch am Stand der GKS mit Eintrag in unser Gästebuch

Suche Frieden

– das Thema traf die Menschen mitten in ihrem Leben: Frieden mit sich, in der Familie, der engeren Umgebung. Frieden mit Gott, der (Amts-)kirche und den Schwestern und Brüdern, mit denen wir im Glauben gemeinsam oder auf unterschiedlichen Wegen unterwegs sind. Aber auch die so schwierige, manchmal ausweglos erscheinende Suche nach Frieden zwischen den Staaten, zwischen Völkern, Volksgruppen, Religionen und Ideologien. -  In hunderten offiziellen Veranstaltungen brachten Fachleute ihre Ansicht vor, wurde unter den Vertretern verschiedener Professionen und mit den Zuhörerinnen und Zuhörern heftig um mögliche Lösungen und den richtigen Weg gerungen. - Und manche Diskussion wurde auf dem Domplatz, im Schatten von St. Lamberti oder im Gras am Aasee weitergeführt.

GKS-Werkstattgespräch

Auch wir boten ein Werkstattgespräch an. Unter dem zugegebenermaßen provokanten Titel:

„Willst du den Frieden, rüste zum Krieg! (röm. Sprichwort) – Sind Soldaten Friedensstifter?“

luden wir ins Fürstenberghaus am Domplatz ein. Höchstens 60 Personen – so war unsere Vorgabe. – 102 Menschen kamen und wir fanden einen Platz für alle .  Unter der Leitung des Geistlichen Beirats auf Bundesebene, Militärdekan Bernd F. Schaller, diskutierten Brigadier Martin Jawurek, Militärkommandant von Niederösterreich und Präsident der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten in Österreich, Oberst Prof. Dr. Winfried Heinemann, Militärhistoriker und GKS-Mitglied, und der Bundesvorsitzende der GKS, Oberst Rüdiger Attermeyer, mit dem Publikum.
Was sind die rechtlichen Rahmenbedingungen eines Einsatzes von militärischer Gewalt? – Warum reicht es nicht, dass das eigene Handeln dem Gesetz nicht widerspricht, warum muss es darüber hinaus persönlich verantwortet werden? Wie kann eine Gewissensentscheidung zwischen Befehl und Gehorsam getroffen werden? Was kann als Maßstab für eine Entscheidung dienen, hilft eine christlich geprägte Ethik da weiter? Wie muss militärische Führung aussehen, um dem Soldaten, der Soldatin die Möglichkeit zu geben, ihrem eigenen Gewissen folgen zu können? Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um einen Militäreinsatz zu rechtfertigen? Unter welchen Bedingungen kann der Einsatz von Gewalt tatsächlich zum Frieden führen? Diesen Fragen wurde kenntnisreich nachgegangen. 
Aber es blieb nicht beim Theoretisieren, sondern die Podiumsteilnehmer und die anderen anwesenden Soldaten wurden auch persönlich angefragt: Wie hältst Du es ganz persönlich als Soldat? Was hat Dich zu Deiner Berufsentscheidung bewogen? Wie gehst Du als Mensch, als Christ mit der großen Verantwortung um, die dieser Beruf mit sich bringt? Ist Dein Glaube für Dich Halt oder Last?  Fühlst Du Dich als Friedensstifter? - So persönlich wie die Fragen waren auch die Antworten.

Und jetzt?

Wir sagen Danke: allen, die in der Vorbereitung und Durchführung des 101. Katholikentages inhaltlich und organisatorisch den Grundstein für dieses große Ereignis gelegt haben, allen, die mit uns das Gespräch gesucht haben und den Münsteranern und Münsteranerinnen für die große Gastfreundschaft . – Schön war es!

Wir freuen uns jetzt schon auf 2021 –
dann sind wir wieder dabei,
beim 3. ökumenischen Kirchentag in Frankfurt am Main

Bild: MD B.Schaller

weitere Bilder zum Katholikentag 2018 finden Sie hier:

Einladung zur Erkundung eines neuen Lebensabschnittes.

Gruppe april 2018

Vom 25.04.2018 bis 29.04.2018 fand in Nürnberg im Caritas-Pirkheimer Haus (cph) das Seminar 3. Lebensphase statt. 24 Teilnehmer konnten sich „im Zeichen der Burg“, auf die Zeit nach dem Berufsleben vorbereiten.
prof ertlDer Veranstaltungsort Nürnberg zeigte sich mit dem gesamten Charme seines mittelalterlichen Stadtbildes und rundete somit das Seminar ab.
Hauptziel der Veranstaltung war die sozial-psychologische Vorbereitung der Teilnehmer auf den bevorstehenden Lebensabschnitt. Professor Dr. Heimo Ertl, der die Akademie inhaltlich leitete, fand bei der Ausgestaltung des Seminars die richtige Mischung.
Auch verwaltungstechnische  Themenbereiche kamen nicht zu kurz. Es trug vor, Regierungsamtfrau Claudia Hartmann Sozialberaterin im Bundeswehrdienstleistungszentrum Ingolstadt Außenstelle Roth. Der sehr interessante Vortrag brachte den Teilnehmern viele neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der sozialen Versorgungslage nach Beendigung des Dienstverhältnisses.
Die Gesundheit im Alter war das Thema von Prof Dr. med Dieter Belohlavek. Seine Ausführungen hatten die Zielsetzung, das Altern als Chance oder Perspektive zu betrachten.
Zum positiven Nachdenken wurden die Teilnehmer mit spirituellen und psychologischen Inhalten angeregt. Für diese Aufgabe konnte Pater Johannes Jeran SJ gewonnen werden. Sein großes Wissen und seine fundierten Kenntnisse in Theologie, Philosophie und Psychologie machten ihn zu einem wichtigen Gesprächspartner der Seminarteilnehmer.
Zum Abschluss des Seminars wurde mit dem katholischen Standortpfarrer aus Roth, Herrn Militärpfarrer Iurii Kuliievych  eine heilige Messe gefeiert.
Als Repräsentanten der Gemeinschaft Katholischer Soldaten standen Gudrun und Reinhard Kießner zur Verfügung. Neben der organisatorischen Leitung waren eigene Erfahrungen mit dem Ruhestand eines Ehepartners häufige Geprächsinhalte mit den Teilnehmern des Seminares.
Abschließend zogen alle Teilnehmer ein sehr positives Resümee zu dem Seminar bei dem die hervorragende Versorgung durch das Caritas-Pirkheimer Haus und die sehr gute Harmonie der Gruppe besonders angesprochen wurde. 
Gerüstet um eine hohe Qualität in der dritten Lebensphase erreichen zu können wurden die Teilnehmer durch das Team der Seminarleitung und dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden OStFw Christian Madl verabschiedet.

Reinhard Kießner    Nürnberg, 29.04.2018

„Gemeinsam – ein Auftrag“ oder „Gemeinsam – Wege gehen“

Vorstand 2018 w

AKS BAnner 1Vom 16.04. – 20.04.2018 tagte die „AKS – Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten“ Österreichs in SEMRIACH, Nähe GRAZ, in ihrer Frühjahrsbesprechung unter dem Thema „Frohbotschaft unter Soldaten sein“. Seit vielen Jahren ist es dabei guter Brauch, dass Vertreter der GKS hierbei zu Gast sind, genau wie jedes Jahr Vertreter der AKS bei der Bundeskonferenz begrüßt werden können.
In Arbeitsgruppen wurde zur Umsetzung der „Pastoralen Leitlinien“ diskutiert, so durch den Generalsekretär Bernhard Meurers anmoderiert.
Ziel dieser Tagung war es, die „Pastoralen Leitlinien“ der Diözesansynode von 2013 für das österreichische Bundesheer umzusetzen und als Ergebnis dem Militärbischof vorlegen zu können.

Arbeitsergebnisse w Inhaltlich wurden folgende Themenfelder bearbeitet:
+ Wahrnehmung der Militärseelsorge
+ Notwendigkeit eigener Militärseelsorge
+ Herausforderungen, Erwartungen und Antworten
+ Partizipation der Getauften
+ Gemeinsames Priestertum (Einheitlichkeit)

Dabei ist gerade in Zeiten der Veränderung eine Orientierung mit Gleichgesinnten, auch durch grenzen- und strukturübergreifende Kooperationen, von prägender Wichtigkeit.
Umso erfreulicher ist es, das seit vielen Jahren eine solche Kooperation zwischen der GKS und der AKS besteht. Diese soll im Sommer durch den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung noch vertieft werden. In der künftigen vertieften Zusammenarbeit sind die Ziele hierbei besonders, die Gemeinsamkeit zu finden, Schnittmengen zu definieren um sich nachhaltig und langfristig  gegenseitig unterstützen zu können und gemeinsam an deren Umsetzung zu arbeiten. Dazu findet im Juni diesen Jahres erstmals eine gemeinsame Sitzung beider Gremien in Österreich, in St PÖLTEN, statt.

 

 

OStFw Christian Madl
stv Bundesvorsitzender GKS

 

Collage Fk Seminar

 

„GKS – leicht gemacht!“

Funktionsträgerseminar 2018 in Berlin


Eine Fortbildungsveranstaltung für Funktionsträger, für zukünftige Funktionsträger, für derzeitige Funktionsträger aber auch für „alte Hasen“ in den verschiedenen Funktionen, die sich Erstausbilden, weiterbilden oder updaten lassen wollten.
FK Seminar 2018 BerlinDas Funktionsträgerseminar fand seit Jahren vom Freitag, dem 23.02.18 bis zum Sonntag, dem 25.02.2018 im Haus der KAS in Berlin-Marienfelde statt.
Die Leitung und Durchführung des gesamten Seminars hatte unsere Bundesgeschäftsführerin, Frau Regina Bomke.
Die Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgte durch den stellvertretenden Bundesvorsitzenden der GKS, Herr Hauptmann Andreas Quirin, der auch die Grüße des Bundesvorsitzenden, Herrn Oberst Rüdiger Attermeyer, überbrachte. Er freute sich über die Bereitschaft der Teilnehmer sich hier aus- und fortbilden zu lassen und ihr Engagement in die GKS einzubringen.
Der Einstieg in das Seminar erfolgte mit der Auswahl von so genannten „Wetterbildern“ in der Vorbereitung auf die folgende Vorstellungsrunde. Mit drei verschiedenen Fragestellungen, auch mit den persönlichen derzeitigen Empfindungen und Erwartungen, wurde in die Abendeinheit gestartet.
Die Vorstellungsrunde brachte für jeden die weiteren Personenkenntnisse der Teilnehmer und legte die Erwartungen an das Seminar offen.
Den Abend nutzten wir, um uns vertieftes Basis-Wissen über die GKS anzueignen. Hierbei wurde deutlich, welch große Schuhe unsere Altvorderen des Königsteiner Offizierkreises uns hinterlassen haben. Dieses Wissen um die Geschichte prägte dann auch das anschließende Gespräch über die Ziele unserer Arbeit und das, was wir vermitteln wollen. Nach 22.00 Uhr klang ein inhaltreicher Abend in gemütlicher Runde aus.
Der Nächste Tag startete mit dem Morgenlob, das von Frau HptFw Juliane Haberlag, aus dem Standort Husum, vorbereitet worden war. Da sie solche Morgenandachten auch an ihrem Standort als eine GKS-Impuls-Veranstaltung anbietet, war es nicht nur ein guter spiritueller Einstieg in den Tag, sondern auch ein Beispiel, was unter GKS alles verstanden werden kann.
Und schon stürzten wir uns wieder in die Arbeit: In ihrer Funktion als Präventionsbeauftragte führte uns Frau Bomke in die Präventionsordnung, die ihr zugrundeliegenden Gedanken, die einzuhaltenden gesetzlichen Bestimmungen und Forderungen ein. Obwohl der Schwerpunkt auf der inhaltlichen Durchdringung der Thematik lag, kamen natürlich auch die Bürokratieerfordernisse, also die notwendigen Dokumentationen, nicht zu kurz.

Welche Ziele verfolgen wir mit unserer Arbeit vor Ort und in welcher Form erreichen wir diese besonders gut? Dieser Gedanke, der uns etwas abstrakter schon am Vorabend beschäftigt hatte, wurde nun in einer zweiten Runde auf die Arbeit vor Ort bezogen. Konkret bedeutete dies der Frage nachzuspüren, wie unter den realen Bedingungen heute vor Ort Bildung, Besinnung und Begegnung attraktiv und ansprechend gestaltet werden kann.
Nach so viel inhaltlicher Denkarbeit im Sitzen, nutzten wir die Mittagspause, nicht etwa für einen Spaziergang bei kaltem Wetter und herrlichen Sonnenschein, sondern wir gönnten uns einen Bildungsteil an einem anderen Ort: Wir besuchten das Notaufnahmelager Marienfelde. Bis zum Fall der Mauer war dies der Anlaufpunkt für hunderttausende Menschen, die der DDR den Rücken kehrten um im Westen in Freiheit zu leben. Die Gebäude, der hohe Zaun ringsum – alles noch im Original. Nur ein kleiner Teil genutzt als Erinnerungsstätte, der allergrößte Teil aber auch heute wieder Notaufnahmelager für Flüchtlinge und Asylbewerber. Wenn man aus den Fenstern der Erinnerungsstätte schaut, dann sieht man mitten hinein in das Leben der Menschen heute, die hier Zuflucht gesucht haben und auf eine Entscheidung bezüglich ihres Statuses warten. „Wiederholung“ der Geschichte? Beklemmend!
Ein Höhepunkt unseres Besuches war das Zeitzeugengespräch mit Herrn Stephan Giering, der als Schüler 1989, am 13. Oktober, im Alter von 16 Jahren, in den Westen geflüchtet war. Eindrucksvoll schilderte er seine Flucht über Ungarn und Österreich nach Deutschland, die Unterstützung, die er während der Flucht erfahren durfte und seine insgesamt gemachten Erfahrungen in der ehemaligen DDR und in der darauf folgenden Zeit.
Zurückgekehrt in die Tagungsstätte widmeten wir uns wieder der trockenen Org-Arbeit. Themenbereichen wie die Check-Liste, die Arbeit mit dem Kostenkalkulator zur Vorbereitungen von Veranstaltungen sowie die Abrechnung von Veranstaltungen wurden in Theorie und Praxis erarbeitet.
Mit einer Wortgottesfeier begannen wir den Sonntag. Danach ging es in den letzten Stunden des Seminars um Öffentlichkeitsarbeit, die Internetseite der GKS und generell über die Werbung und die Berichterstattung im Zusammenhang mit Veranstaltungen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lobten die sehr guten Vorbereitungen, die organisatorischen und inhaltlichen Maßnahmen und kehren jetzt mit vielen neuen Erkenntnissen zurück in ihre Standorte und in die Bereiche. Herzlichen Dank an unsere Bundesgeschäftsführerin, Frau Bomke, und alle unterstützenden Händen während dieses Seminars und in der Vorbereitung. Hoffentlich gibt es eine Fortsetzung zu diesem Einführungsseminar. Und an alle „Neuen“ oder auch „alten Hasen“ der Apell, nutzt dieses Angebot, es lohnt sich!
 
Text: Michael Grundmann

COLLAGE WFT 2018 Köln

 

Zum 51. Weltfriedenstag
– Gottesdienst und Zusammenkunft in Köln

WFT Köln 20180111Traditionell nahm die GKS am Weltfriedenstagsgottesdienst am 11.1.2018 im Kölner Dom teil. Dieser fand aus Anlass des 51. Welttag des Friedens statt, den Papst Franziskus unter das Thema „Migranten und Flüchtlinge: Menschen auf der Suche nach Frieden“ gestellt hat. Vor dem gut besuchten Dom überraschten Vertreterinnen und Vertreter der GKS  die Teilnehmenden mit Geltaschenwärmern. Die Außentemperaturen waren zwar mit 9 Grad Celsius eher frühlingshaft, aber trotzdem nahmen alle das kleine Geschenk gerne an, da der Kölner Dom für seine eisigen Innentemperaturen im Winter berüchtigt ist.

Ansprache BuVor 20180111

Im nahegelegenen Maternushaus war anschließend zum Empfang geladen. Der Bundesvorsitzende der GKS, Oberst Rüdiger Attermeyer, ergriff hier die Gelegenheit in seinem Grußwort erneut die Forderung der GKS nach einer Sicherheitspolitik, die einen vernetzten Ansatz in den Mittelpunkt stellt und weit über die reine Koordination militärischer Mittel hinaus geht, vorzubringen. Im Vorraum präsentierte die GKS ihr neues Corporate Design und stand für Gespräche zur Verfügung. Dieses Angebot wurde gerne genutzt.

Gruppe vor dem DOM 20180111

Den vollständigen Text des Grußwortes finden Sie im Anhang.

Text: Regina Bomke

Bilder: Michael NIckolaus

Anhang:
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 20. Enquete des Instituts für Religion und Frieden in Wien

Am 17/18. Oktober 2017 hatte MMag. Stefan Gugerel, Leiter des „Instituts für Religion und Frieden“ und Militärsuperior im Militärordinariat für die Republik Österreich,  zur 20. Enquete seines Instituts nach Wien eingeladen.
Die diesjährige Jubiläumsenquete stand als Veranstaltung unter dem Thema „Soldaten in revolutionären Prozessen“ unter den Vorzeichen  der  Gedenken  an den 300.  Geburtstag  Maria Theresias und der russischen Revolutionen des Jahres 1918.

AKS 2017 1

Neben traditionell theologischen Gästen des Instituts aus den verbündeten Streitkräften und der Führung des österreichischen Bundesheeres nutzen aus dem Bundesvorstand der Gemeinschaft Katholischer Soldaten Oberstabsfeldwebel Christian Madl ( Regen im bayerischen Wald) und Oberstleutnant Rufin Mellentin (aus dem oberbayerischen Fürstenfeldbruck) die Gelegenheit, „regionale“ Kontakte zu vertiefen, zumal man auch im süddeutschen Raum im Jahr 2018 die traditionell guten Verbindungen nach Österreich auf der „taktischen Ebene“ intensivieren will.
Die Veranstaltung mischte „Bescheidenheit“( ungezwungene Begegnung )  und „Glanz“(Abendandacht in der Schlosskapelle Schönbrunn) zu typisch wienerischer Atmosphäre.  Besinnung und Begegnung waren herzlich, und der intensive Bildungsteil ein Genuss.
Vielen Dank nach Österreich!

Oberstlt R. Mellentin
Bereichsvorsitzender Süddeutschland
FFB, 24. Oktober 2017

GKS Collage

 

Relaunch der GKS:

„Wir wollten ein moderneres, alle Altersgruppen ansprechendes Design“

Nach 31 Jahren hat die GKS ein neues Erscheinungsbild. Damit reagiert der Bundesvorstand auf die Kritik am bisherigen Design. Sachausschussvorsitzender Oberstleutnant Marian Schiebilski über das neue Erscheinungsbild samt neuer Farbgebung und Logo.
 CD

Die GKS hat ein neues Erscheinungsbild. Warum haben Sie sich für ein neues Design entschieden?

31 Jahre sind in der Welt der Werbung eine kleine Ewigkeit. Wir wollen in der GKS nicht jedem Trend hinterherrennen und stehen für eine gewisse Beständigkeit. Wir sind aber auch darauf angewiesen, uns beständig zu regenerieren und neue, jüngere Mitglieder für die Mitarbeit zu begeistern. Deshalb wollten wir ein moderneres, alle Altersgruppen gleichermaßen ansprechendes Design finden.
Wir haben uns dabei auf die Hilfe von Profis gestützt. Mit dem Designbüro „Incorporate Berlin“ haben wir ein kompetentes Team gefunden.

Gab es einen konkreten Anlass für die Überarbeitung?

In den letzten Jahren gab es immer mehr Kritik am bisherigen Design. Die Darstellung passte nicht mehr zu neuen, modernen Formaten der GKS. Ich denke besonders an die Sachausschussarbeit mit jungen Kameraden von den Universitäten der Bundeswehr oder an die After-Work Veranstaltungen in Berlin. Der geplante Neuansatz unserer Verbandszeitschrift AUFTRAG gehört auch dazu.

Geht mit dem neuen Design auch eine neue Positionierung der GKS einher?

Mit dem neuen Design wollen wir uns in der Darstellung evolutionär weiterentwickeln. Dabei bleiben wir aber unserer Kernidee treu: Wir befassen uns mit den ethischen Herausforderungen des Soldatenberufs. Als Laienverband können wir durchaus kritisch arbeiten. Auf diese Kernkompetenz wollen wir uns zukünftig noch mehr konzentrieren.

Welche Überlegungen flossen in die Überarbeitung der Marke mit ein?

Das neue Design soll einerseits modern und ansprechend sein, gleichzeitig aber auch einen Wiedererkennungswert haben. Wir haben uns deshalb für eine offen gestaltete Form des Kreuzes mit zwei liturgischen Farben und mit zwei Grüntönen als Zeichen der Soldaten entschieden.
Weil das Design in der Verbandsarbeit vornehmlich durch Laien verwendet wird, haben wir sichergestellt, dass es auf jedem gängigen PC und Tintenstrahldrucker einfach und gut verwertbar ist. Dazu wurden u.a. Vorlagen für den Geschäftsschriftverkehr, Präsentationen und Werbemittel erstellt.


„Es galt daher, möglichst alle mitzunehmen.“

Welche Elemente wurden überarbeitet?

Das Kreuz wurde in seiner gleichschenkligen Form in runder Darstellung beibehalten. Die Farbgebung wurde grundlegend verändert. Der Schriftzug wird in einer Standardschriftart waagerecht dargestellt. Dabei werden die Abkürzung GKS und die volle Bezeichnung gleichzeitig verwendet. Die traditionelle Darstellung mit im Kreis geführter Schrift führte in der Darstellung oft zu pixelligen Treppeneffekten.

 Was war die größte Herausforderung für Sie?

Die Funktionsträger in der GKS arbeiten fast alle ehrenamtlich und mit großem Engagement.
Dabei identifizieren sie sich in hohem Maße mit dem Verband wie auch mit seinem äußeren Erscheinungsbild. Das Kreuz der GKS ist in seiner hergebrachten Form vielen ans Herz gewachsen. Eine Veränderung kann daher nie ohne Wertschätzung für das in der Vergangenheit Geleistete vollzogen werden. Es galt daher, möglichst alle mitzunehmen. Wir haben dies durch fundierte, nachvollziehbare und sachorientierte Vorbereitung im Sachausschuss, intensive Abstimmungsgespräche, Workshops mit dem Designbüro und mehrfache Beteiligung des Bundesvorstands erreicht.

Wie lange dauerte die Überarbeitung?

Von der ersten Beauftragung des federführenden Sachausschuss Kommunikation bis hin zur Abstimmung in der Bundeskonferenz ist ca. ein Jahr vergangen. Diese Zeit haben wir aber auch gebraucht, um der internen Diskussion und Abstimmung den nötigen Raum zu geben. Letztlich hat sich das als richtig erwiesen. Schließlich wächst die GKS durch Diskussionen.
 
Band 20x1