Collage Fk Seminar

 

„GKS – leicht gemacht!“

Funktionsträgerseminar 2018 in Berlin


Eine Fortbildungsveranstaltung für Funktionsträger, für zukünftige Funktionsträger, für derzeitige Funktionsträger aber auch für „alte Hasen“ in den verschiedenen Funktionen, die sich Erstausbilden, weiterbilden oder updaten lassen wollten.
FK Seminar 2018 BerlinDas Funktionsträgerseminar fand seit Jahren vom Freitag, dem 23.02.18 bis zum Sonntag, dem 25.02.2018 im Haus der KAS in Berlin-Marienfelde statt.
Die Leitung und Durchführung des gesamten Seminars hatte unsere Bundesgeschäftsführerin, Frau Regina Bomke.
Die Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgte durch den stellvertretenden Bundesvorsitzenden der GKS, Herr Hauptmann Andreas Quirin, der auch die Grüße des Bundesvorsitzenden, Herrn Oberst Rüdiger Attermeyer, überbrachte. Er freute sich über die Bereitschaft der Teilnehmer sich hier aus- und fortbilden zu lassen und ihr Engagement in die GKS einzubringen.
Der Einstieg in das Seminar erfolgte mit der Auswahl von so genannten „Wetterbildern“ in der Vorbereitung auf die folgende Vorstellungsrunde. Mit drei verschiedenen Fragestellungen, auch mit den persönlichen derzeitigen Empfindungen und Erwartungen, wurde in die Abendeinheit gestartet.
Die Vorstellungsrunde brachte für jeden die weiteren Personenkenntnisse der Teilnehmer und legte die Erwartungen an das Seminar offen.
Den Abend nutzten wir, um uns vertieftes Basis-Wissen über die GKS anzueignen. Hierbei wurde deutlich, welch große Schuhe unsere Altvorderen des Königsteiner Offizierkreises uns hinterlassen haben. Dieses Wissen um die Geschichte prägte dann auch das anschließende Gespräch über die Ziele unserer Arbeit und das, was wir vermitteln wollen. Nach 22.00 Uhr klang ein inhaltreicher Abend in gemütlicher Runde aus.
Der Nächste Tag startete mit dem Morgenlob, das von Frau HptFw Juliane Haberlag, aus dem Standort Husum, vorbereitet worden war. Da sie solche Morgenandachten auch an ihrem Standort als eine GKS-Impuls-Veranstaltung anbietet, war es nicht nur ein guter spiritueller Einstieg in den Tag, sondern auch ein Beispiel, was unter GKS alles verstanden werden kann.
Und schon stürzten wir uns wieder in die Arbeit: In ihrer Funktion als Präventionsbeauftragte führte uns Frau Bomke in die Präventionsordnung, die ihr zugrundeliegenden Gedanken, die einzuhaltenden gesetzlichen Bestimmungen und Forderungen ein. Obwohl der Schwerpunkt auf der inhaltlichen Durchdringung der Thematik lag, kamen natürlich auch die Bürokratieerfordernisse, also die notwendigen Dokumentationen, nicht zu kurz.

Welche Ziele verfolgen wir mit unserer Arbeit vor Ort und in welcher Form erreichen wir diese besonders gut? Dieser Gedanke, der uns etwas abstrakter schon am Vorabend beschäftigt hatte, wurde nun in einer zweiten Runde auf die Arbeit vor Ort bezogen. Konkret bedeutete dies der Frage nachzuspüren, wie unter den realen Bedingungen heute vor Ort Bildung, Besinnung und Begegnung attraktiv und ansprechend gestaltet werden kann.
Nach so viel inhaltlicher Denkarbeit im Sitzen, nutzten wir die Mittagspause, nicht etwa für einen Spaziergang bei kaltem Wetter und herrlichen Sonnenschein, sondern wir gönnten uns einen Bildungsteil an einem anderen Ort: Wir besuchten das Notaufnahmelager Marienfelde. Bis zum Fall der Mauer war dies der Anlaufpunkt für hunderttausende Menschen, die der DDR den Rücken kehrten um im Westen in Freiheit zu leben. Die Gebäude, der hohe Zaun ringsum – alles noch im Original. Nur ein kleiner Teil genutzt als Erinnerungsstätte, der allergrößte Teil aber auch heute wieder Notaufnahmelager für Flüchtlinge und Asylbewerber. Wenn man aus den Fenstern der Erinnerungsstätte schaut, dann sieht man mitten hinein in das Leben der Menschen heute, die hier Zuflucht gesucht haben und auf eine Entscheidung bezüglich ihres Statuses warten. „Wiederholung“ der Geschichte? Beklemmend!
Ein Höhepunkt unseres Besuches war das Zeitzeugengespräch mit Herrn Stephan Giering, der als Schüler 1989, am 13. Oktober, im Alter von 16 Jahren, in den Westen geflüchtet war. Eindrucksvoll schilderte er seine Flucht über Ungarn und Österreich nach Deutschland, die Unterstützung, die er während der Flucht erfahren durfte und seine insgesamt gemachten Erfahrungen in der ehemaligen DDR und in der darauf folgenden Zeit.
Zurückgekehrt in die Tagungsstätte widmeten wir uns wieder der trockenen Org-Arbeit. Themenbereichen wie die Check-Liste, die Arbeit mit dem Kostenkalkulator zur Vorbereitungen von Veranstaltungen sowie die Abrechnung von Veranstaltungen wurden in Theorie und Praxis erarbeitet.
Mit einer Wortgottesfeier begannen wir den Sonntag. Danach ging es in den letzten Stunden des Seminars um Öffentlichkeitsarbeit, die Internetseite der GKS und generell über die Werbung und die Berichterstattung im Zusammenhang mit Veranstaltungen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lobten die sehr guten Vorbereitungen, die organisatorischen und inhaltlichen Maßnahmen und kehren jetzt mit vielen neuen Erkenntnissen zurück in ihre Standorte und in die Bereiche. Herzlichen Dank an unsere Bundesgeschäftsführerin, Frau Bomke, und alle unterstützenden Händen während dieses Seminars und in der Vorbereitung. Hoffentlich gibt es eine Fortsetzung zu diesem Einführungsseminar. Und an alle „Neuen“ oder auch „alten Hasen“ der Apell, nutzt dieses Angebot, es lohnt sich!
 
Text: Michael Grundmann